Smart City Ranking 2019: Welche City ist die schlaueste?

LinkedIn
XING
Facebook
Twitter

Egal, ob unser Zuhause, unsere Autos, unsere Daten oder ganze Städte – alles möge heutzutage bitte möglichst „smart“ sein. Doch was bedeutet es konkret, wenn eine ganze Stadt smart ist und wie intelligent sind Städte heute bereits? Genau das hat die Strategieberatung Roland Berger untersucht. Wir fassen die Ergebnisse der Studie zusammen.

Berlin ist die smarteste Stadt in Deutschland – soviel vorweg. Im Smart City Ranking 2019 der Strategieberatung Roland Berger ist sie somit die erste deutsche Stadt, die in der Rangliste auftaucht. Die schlechte Nachricht: Leider ist sie auch die einzige Stadt, die im oberen Drittel genannt ist. Weltweit führen Wien und London das Ranking an. Dahinter folgt die eher unbekannte Stadt St. Albert in Kanada. Auf den weiteren Plätzen finden sich viele Großstädte aus dem asiatischen Raum wie Singapur, Seoul, Shanghai oder Shenzhen. Doch was macht eine Smart City aus?

Ob sich eine Stadt als smart bezeichnen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehört ein vernetztes Verkehrsmanagement genauso wie ein Konzept zur E-Mobilität oder intelligente Stromnetze. Auch die Bereiche Bildung und Gesundheit werden dahingehend untersucht. Ebenso spielt der Grad der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung eine zentrale Rolle. Insgesamt listet das Roland-Berger-Ranking zwölf Kriterien in Bezug auf Smart City Solutions auf.

Damit sich eine Stadt wirklich „smart“ nennen darf, muss sie intelligente Maßnahmen in den folgenden zwölf Bereichen umsetzen. Dabei sind die Bereiche nicht isoliert zu sehen, sondern „Smart City“ funktioniert erst dann richtig gut, wenn Bereiche integriert und vernetzt sind.

  • Gebäude
  • Budget
  • Energie und Umwelt
  • Mobilität
  • Bildung
  • Gesundheit
  • Regierung
  • Infrastruktur
  • Policies & Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Stakeholder
  • Planung
  • Koordination

Vorreiter: Die Stadt Wien

Gelungene Beispiele für die Umsetzung smarter Lösungen gibt es in Wien. Österreichs Hauptstadt arbeitet mit offenen Verwaltungsdaten und hat bereits Schritte im Hinblick auf die Modernisierung von E-Health umgesetzt. Zudem können Bürger Probleme per App direkt an die Stadt melden. Wiens Bürgermeister hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Schulen mit WLAN auszustatten. Denn für ihn ist es wichtig, dass Digitalisierung und smarte Konzepte für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen greifen.

Die Stadt London, die im Roland-Berger-Index auf Platz zwei landet, hat in zahlreiche Maßnahmen bei der Infrastruktur durchgeführt: Straßenlaternen und Bänke sind mit freiem WLAN ausgestattet. Für eine bessere Luftqualität sorgen Luftsensoren und Ladestationen für E-Fahrzeuge. In Singapur vereinfacht der Sing-Pass die digitale Verwaltung. Zudem sollen intelligente Systeme, die Beleuchtung optimieren und autonome Shuttles und Telemedizin für weitere intelligente Verbesserungen in der Stadt sorgen. Denn der Platz in der asiatischen Metropole ist begrenzt und Wachstum muss dort auf intelligente Weise geschehen.

Strategisches Vorgehen bei Smart-City-Konzept unverzichtbar

Viele deutsche Städte sind von solchen Entwicklungen noch weit entfernt. Denn in den meisten Städten fehlt die passende Strategie. Erst wenn diese steht, kann mit der Umsetzung begonnen werden. Dazu müssen Verantwortlichkeiten definiert werden und auch entsprechendes Know-how vorhanden sein. Die Vorreiter-Städte Wien und London haben dafür eigene Abteilungen geschaffen – mit Erfolg. Verallgemeinernd lässt sich sagen, dass für eine intelligente und smarte Stadt Stadtplanung, Lösungsanbieter und Regierungen eng zusammenarbeiten müssen. Kasten 2 zeigt, welche Maßnahmen Stadtplaner ergreifen können, um ihre Stadt smarter zu machen.

Stadtplaner sind besonders gefragt, wenn Städte smart und intelligent werden sollen. Die Roland-Berger-Studie listet die folgenden Maßnahmen für Stadtplaner auf:

  • Machen Sie eine umfangreiche Bestandsaufnahme
  • Beziehen Sie alle Stakeholder mit ein
  • Denken Sie integriert und schaffen Sie Verknüpfungen
  • Holen Sie sich Unterstützung aus der privaten Wirtschaft
  • Fördern Sie Innovationen
  • Etablieren Sie offene städtischer Datenplattformen
  • Erstellen Sie konkrete und verbindliche Aktionspläne

Damit auch deutsche Städte den Anschluss nicht verlieren und intelligente Lösungen schaffen können, muss noch einiges getan werden. Neben einer koordinierenden Stelle innerhalb einer Stadt müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen klar sein, etwa im Hinblick auf die Nutzung von Daten, die in einer Smart City naturgemäß gesammelt und nutzbar gemacht werden müssen. Entsprechende Regeln müssen jedoch zum Teil erst durch die Bundesebene geschaffen werden. Auf der anderen Seite müssen die Städte die benötigte Infrastruktur aufbauen, um die gesammelten Daten auch nutzen zu können.

Auch deutsche Städte auf dem Weg zu einer smarteren Zukunft

Doch es geht voran: Laut einer Untersuchung von BITKOM in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut haben 50 deutsche Städte bereits Smart-City-Initiativen gestartet. Zu den wichtigsten Themen gehören dabei die digitale Verwaltung, intelligente Mobilitätskonzepte, der Einsatz grüner Energie und ein verbesserter Schutz der Umwelt. Vorreiter, wenn es um Konzepte für intelligente Städte geht, sind aktuell die beiden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Erste Initiativen gibt es allerdings in allen 16 Bundesländern. Vertreten sind Großstädte genauso wie Mittelstädte.

Neben der deutschen Hauptstadt Berlin sind die beiden Stadtstaaten Hamburg und Bremen die smartesten Städte in Deutschland. Hamburg sticht vor allem durch seine Vorreiterrolle in der digitalen Verwaltung hervor. Dort können Bürger viele Services bereits online erledigen und sparen sich den zeitraubenden Gang aufs Amt. Das beste öffentliche WLAN-Netz ist ebenfalls in den Stadtstaaten zu finden. Thüringen hingegen ist das Bundesland, das am schlechtesten abschneidet, wenn es um smarte Lösungen in Städten geht.

Fazit

Die Zukunftsvision der intelligenten Stadt wird Schritt für Schritt Realität – auch in Deutschland. Doch damit Smart-City-Konzepte erfolgreich umgesetzt werden können, bedarf es einerseits einer umfangreichen Bereitschaft der Bevölkerung, sich zu einer digitalen Gesellschaft weiterzuentwickeln, andererseits muss die Politik weiter an den Rahmenbedingungen arbeiten. Dies betrifft nicht zuletzt den Breitbandausbau sowie die gezielte Förderung entsprechender wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Initiativen.

Ein Mann nutzt die digitale Signatur für sein Anliegen bei der öffentlichen Verwaltung. Ganz einfach aus der Küche heraus.
Bitkom: Öffentliche Verwaltungen unter Druck – mehr Tempo bei der Digitalisierung gefordert
Mitarbeiterin der Stadt Siegburg arbeitet dank der E-Akte nscale eGov bequem von Zuhause aus.
Digitale Verwaltung auf Höhe der Zeit: Stadt Siegburg setzt auf nscale eGov
nscale eGov für die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung - 5-jähriger Geburtstag
Problem erkannt, Lösung entwickelt – nscale eGov für die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung
Mitarbeiter aus IT- und Fachadministration arbeiten an einem gemeinsamen Projekt
Gemeinsam für den Wandel: Konfigurationsmöglichkeiten für IT-Abteilungen und Fachadministration
Fachverfahren einfach integrieren mit nscale Delivery
Fachverfahren einfach integrieren – nscale Delivery sorgt für reibungslose Dokumentenübergabe
Mit nscale können Sie dank der Office-Integration bequem und einfach Ihre Dokumente mit den Office Programmen bearbeiten
EIM für Produktionsunternehmen: Office-Integration sorgt für einfache Kollaboration
nscale eGov wurde in der Kategorie E-Akte nominiert
E-Akte nscale eGov nominiert
Mann beim erstellen seiner elektronischen Signatur unter einem Dokument
Verbindlichkeit sicherstellen – elektronische Signaturen für die öffentliche Verwaltung
Digitalisierung bedeutet Arbeiten auf digitalen Endgeräten, in diesem Fall auf einem Tablet.
Deutschlands Büros auf dem Weg in die digitale Zukunft: die wichtigsten Ergebnisse des Digital Office Index 2022
Frau sitzt in einer Fußgängerzone und liest auf Ihrem Tablet die ITK-Technologie-Trends 2022. In der anderen Hand hält Sie ihr Smartphone.
ITK-Technologie-Trends 2022 – Digital Workplace weiter auf dem Vormarsch
Straße als Symbol von Barrierefreiheit im Government
Informationsmanagement im Government- und Versorgungs-Sektor: Barrierefreie Software wird immer wichtiger
Arbeite wie du willst - Personen sitzen auf einer Blume
Ganz nach deinem Geschmack. Arbeite, wie du willst!
E-Akte unterstützt mobiles Arbeiten: Öffentliche Verwaltung muss handeln
Dokumenteninputmanagement leicht gemacht – mit nscale eGov von der Ceyoniq Technology
Vier Zugriffsmöglichkeiten sorgen für maximale Flexibilität: E-Akte-Lösung nscale eGov für die öffentliche Verwaltung
Mann hält Unterlagen in der Hand und grübelt darüber
Vom Antrag bis zum Bescheid – E-Akte-Lösung für perfekte Workflows in der öffentlichen Verwaltung
Foto von Berlins Innenstadt
E-Akte der Ceyoniq Technology: Land Berlin führt nscale eGov ein
Frau lächelt eine weitere Person an
Die öffentliche Verwaltung im Griff – zentrale Funktionen der E-Akte-Lösung nscale eGov
Frau sitzt an Ihrem Arbeitsplatz vor Ihrem Computer
Demografischer Wandel: Digitales Dokumentenmanagement nutzt allen Altersgruppen
Zwei Personen die sich per Handschlag begrüßen
E-Rechnungsgesetz ist in Kraft: Wie die Kommunalverwaltung jetzt digitalisieren sollte
Mann sitzt lächelnd im Büro
"Sehr gute Lösung": BARC bewertet E-Akte nscale
Sanduhr
Halbzeit im Digitalisierungswettlauf: Auf dem Weg zum OZG müssen Kommunen noch viele Hürden nehmen
Zwei Kolleginnen, die sich etwas auf einem Computer ansehen
E-Akte: Herzstück der digitalen Verwaltung
Kollegen in einem Büro
Realistisch oder Utopie: Wird das papierlose Büro eines Tages Wirklichkeit?
Zwei Kollegen, die etwas besprechen
IDC-Studie: Diese Hürden muss KI noch meistern
Geschäftsleute, die über die Straße laufen und sich unterhalten
Index Digitalisierung 2019: Standortbestimmung Digitale Kommune
Vier Personen die auf Stühlen sitzen und warten
Index Digitalisierung 2019: Wo steht Deutschland bei digitalen Bürgerservices?
Finger zeigt auf ein Blatt mit Diagrammen drauf
Do you believe the Hype? Chancen und Grenzen von KI-Techniken beim EIM
Frau sitzt im Theater
Die Theater des Bühnenvereins Nord machen sich fit für die Digitalisierung
Fernglas, das eine Person in den Händen hält
Augmented Reality im Einsatz: Von Science Fiction zum Business-Standard
Mann steht am Fenster und blickt auf eine Skyline einer Großstadt
Smart City: Intelligentes Leben in der Großstadt
Mehrere Personen laufen durch ein Bürogebäude
IT-Trends 2019 – So sehen wir das laufende Jahr
Tablet mit neuen Technologien, die den Arbeitsplatz der Zukunft darstellen sollen
Arbeitsplatz der Zukunft – Adobe-Studie