Augmented Reality im Einsatz: Von Science Fiction zum Business-Standard

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Ist sie nur eine technische Spielart, die sich weitgehend in der GamingIndustrie erschöpft, oder doch ein wichtiger IT-Trend? Schon lange wird der tatsächliche Nutzen der Augmented Reality (AR) im Geschäftsumfeld heiß diskutiert. Seinen Höhepunkt erlebte der Hype 2016 mit dem Erfolg des Smartphone-Spiels Pokemon Go. Im Anschluss wurde es immer stiller um die sogenannte Zukunftstechnologie. Doch inzwischen nimmt die Debatte um AR wieder Fahrt auf. Zu Recht?

Der Hype Cycle der Marktforscher aus dem Hause Gartner ist berühmtberüchtigt. Am Beispiel der Trendtechnologie Augmented Reality (AR) zeigt sich in der Rückschau: Wieder einmal lagen die Analysten aus Stamford, USA, verblüffend richtig. Bereits 2005 prognostizierte Gartner, dass das Thema in spätestens zehn Jahren seinen Höhepunkt in der öffentlichen Wahrnehmung erreichen werde. Diese Vorhersage traf beinahe exakt zu.

Augmented Reality bezeichnet die Erweiterung der realen Welt um virtuelle Objekte. Damit unterscheidet sich AR von der Virtual Reality (VR), die eine vollständig computergenerierte und in sich geschlossene Umgebung meint. Im aktuellen Hype Cycle der Marktforscher, veröffentlicht im August 2018, war die einst so gefeierte Augmented Reality dann an der Talsohle des Hype-Verlaufs, im sogenannten „Tal der Enttäuschung“, angelangt. Und in der Tat war es zuletzt still geworden um die Technologie der erweiterten Realität. Ein normaler Effekt, wie ihn der Zyklus von Gartner beschreibt, und ein notwendiger, ehe sich ein Technologietrend tatsächlich durchsetzt und sukzessive zum Standard wird.

Für die Augmented Reality könnte 2019 also ein erfolgreiches Jahr werden, meint man bei Gartner. Und auch die Wirtschaftsprüfer von Deloitte stimmen ein: In ihrer 2018-Studie „The Reality about Virtual and Augmented Reality“ prognostiziert Deloitte ein rasantes Wachstum bei den Nutzerzahlen von AR-Diensten. Von 2018 (2,2 Mio. Nutzer) auf 2019 (4,7 Mio. Nutzer) sollen sich diese in Deutschland bereits mehr als verdoppeln. Bis zum Jahr 2023 wird sogar eine Steigerung auf über 20 Mio. Nutzer erwartet.

Anwendungsgebiete von AR-Technologien:

  • Gaming: Der Computerspiele-Industrie entstammen mit Apps wie Pokémon GO die ersten Massenanwendungen mit AR-Technologie. Da diese Spiele im Kontext der Realität funktionieren, finden sie oft an der frischen Luft statt, z. B. bei Geo-Cashing-Spielen.
  • Industrie: Monteure werden z.B. bei der Arbeit an einer Maschine durch direkte Einblendungen im Sichtfeld unterstützt, etwa in Form von digitalen Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten.
  • Tourismus: Hier bietet AR u. a. Potenziale für das Stadtmarketing. Hat ein Tourist Interesse an Architektur, ergänzt die Datenbrille die reale Umgebung um Hintergrundinformationen bzw. zeigt Straßenzüge, wie sie früher aussahen.
  • Medizin: Dank einer AR-Brille können z.B. einem operierenden Arzt wichtige Echtzeitdaten des Patienten ins Sichtfeld eingeblendet werden, sodass dieser sich während des Eingriffs nicht vom Patienten abwenden muss.

Die Ceyoniq Technology ist darüber hinaus vom Mehrwert der neuen Technologie am Arbeitsplatz der Zukunft überzeugt. Denn: Als Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen digitalen Transformation brauchen Unternehmen ein effizientes Informationsmanagement. Hier gibt es nach wie vor Hindernisse. So ist der Umgang mit digitalisierten Dokumenten für Mitarbeiter zum Beispiel dann umständlich, sobald Einsätze jenseits des Bürorechners erforderlich sind – etwa in der industriellen Fertigung oder bei Montage- und Wartungstätigkeiten.

Augmented Reality trifft EIM: Ceyoniq begleitet Forschungsprojekt

Die Ceyoniq Technology hat sich deshalb bereits 2015 in gemeinsame Forschungsprojekte mit dem Exzellenzcluster für Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld eingebracht und erste Praxisszenarien im Umfeld des Dokumentenmanagements entwickelt. Ziel ist es, das Informationsmanagement im Unternehmen durch die Verknüpfung von physischen und virtuellen Elementen zu optimieren, Prozesse zu beschleunigen und Arbeitsergebnisse zu verbessern. Das Potenzial ist dabei vielfältig und betrifft sowohl die Einblendung von Zusatzinformationen zu physischen Elementen wie Papierdokumenten mithilfe virtueller Datensheets oder auch standortübergreifende Meetings, die auf das gemeinsame Arbeiten an virtuellen Projekten ausgerichtet sind.

In der genannten Kooperation der Ceyoniq Technology mit dem Bielefelder CITEC haben Projektleiter Dr. Thies Pfeiffer und sein Forschungsteam beispielsweise virtuelle Regale programmiert, die Dokumente verwahren und anzeigen. Jedes Regal enthält Dokumente zu einem Themenbereich. So lassen sich die Einträge einer Datenbank darstellen – etwa Personalkarteien, in denen Gehaltsklassen, Weiterbildungen und Wochenarbeitszeit verzeichnet sind.

Fazit

Auch wenn sich eine flächendeckende Verbreitung von AR im Umfeld von Geschäftsprozessen noch nicht abzeichnet, so ist die Technologie dennoch weiter auf dem Vormarsch. Definitiv sollten die Anbieter zukunftsweisender Anwendungen für das Informationsmanagement die erweiterte Realität in ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit einbeziehen. Es ist zu erwarten, dass die Nutzerakzeptanz und somit auch die Nachfrage im Hinblick auf AR-Systeme im Business-Kontext in den nächsten Jahren signifikant steigen wird.

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